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Von der Kindheit bis hin zum CI-Implantat

Vorstellung:
Mein Name ist Klaus und als ´78 Jahrgang bin ich mitlerweile 38 Jahre alt.
meine Schwierigkeiten mit dem Hören haben Ihren Anfang im Grundschulalter.
Dort hatte ich eine Mittelohrentzündung und gleichzeitigem Keuchhusten.
keine besonders schöne Kombination. Der damalige Kinderarzt kam da leider nicht auf die Idee das ein Aufenthalt in einer Druckkammer etwas vermeiden würde und so begann meine Odysee.

Mehrfache Operationen am rechten Ohr erfolgten bis zur 4ten Klasse. Angefangen von Röhrchensetzung u.s.w. ! Daraus folgten kein selbständiger Luftdruckausgleich des rechten Ohres, kein Tauchen mehr und wenn nicht vermeidbar bis max 2 Meter. Eine damalige lieblingsbeschäftigung in meiner Kindheit ging verloren. Weitere Hobbys sollten später noch Folgen.

Tapfer habe ich mich dann nach der 4ten Klasse weiter durchgekämpft und Krampfhaft versucht Erkältungen zu vermeiden. Eine Erkältung bedeutet zwangsläufig noch stärkeren Druck auf den Ohren und damit verbundene stärkere Hörschwäche. Was aber nicht immer vermieden werden konnte.

Die Hörqualität blieb meist je nach Erkältungsgrad etc. gleich. Zumindest bis nach der Lehre. Ich entschied mich meinen Dienst bei der Bundeswehr zu tätigen. In den kalten gefilden Frankens bekam ich dann nach ca. einem Monat mal wieder eine Mittelohrentzündung.
Leider wurde mir der Weg zum dortigenm Arzt erstmal verwehrt. Erst nach weiteren Wochen als mein Ausbilder bemerkte das selbst bei schrei Lautstärke keine Reaktion von mir erfolgte wurde ich mittels eines Zettels darauf hingewiesen zum Arzt gehen zu dürfen.

Von dort erfolgte die Überstellung gleich zum nächsten Bundeswehrkrankenhaus. Diagnose Knochencholestatom. Umgangssprachlich Knochenfraß. Nach zwei wöchiger Behandlung schickte man mich zur Ausbildungskaserne zurück, wo ich bis Monatsende noch verweilen musste udn so zumindest meine Ehrenhafte Entlassung erhielt.

Wieder als Privatperson ging es zu dem HNO Arzt meines Vertrauens. Der Befund wurde bestätigt mit dem Knochencholestatom und eine OP stand an. Eine weitere Hörschwäche nach unten seit dieser Zeit.
Danach ging es eigentlich recht zügig mit dem weiteren Abbau des Hörvermögens. 2006 zog ich um in ein anderes Bundesland und machte mich Selbstständig. In diesem Jahr gab es dann jedoch zwei weitere Faktoren. Das Gehör hatte sich so verschlechtert das Hörgeräte letztlich nun doch sein mussten.
Damals Hörverlust für Sprache 55 dB rechts und 25dB links
Diskriminationsverlust Rechts 40% bei 110dB und Links 10% bei 90dB
mit Befund des arztes operativ erweitert.

Im selbigen Jahr zum Ende hin auch noch einen Herzinfarkt reicher war auch Schluss mit dem zweiten Hobby Fußball da eine Leistung von Max. 125Watt da nicht mehr ausreicht. Zumindest dies ist bisher wenigsten Konstant geblieben.
Ich bekam also zwei Hörgeräte von Phonax.
re: Phonax Eleva 311 und links das Phonax Eleva 211
Ich hatte mich bewusst damals für etwas Kostenintensivere entschieden Mit zusätzlicher Ausstattung einer Fernbedienung um den Anforderungen gerecht zu werden die man so als Selbstständiger hat. Das sollte sich im Nachhinein aber noch als Fehler erweisen.
Es folgten eine Umschulung da ich meinen Beruf nicht mehr ausüben konnte, eine Feststellung des GdB von 40% und erfolglosem wiedereinstieg in das Arbeitsleben.
Die Hörgeräte verrichteten weitestgehend Ihre Arbeit. Die Probleme die man damit aber dennoch hat kennt glaube ich jeder.
Es regnet, Hörgeräte ausziehen, Tasche dabei haben in eine Plastiktüte.
Sport man schwitzt, Hörgeräte fallen dann doch sehr gerne mal aus.
Ein regenschirm wenn es regnet, sehr hilfreich, aber hey dieser böse verdammte Wind. Bei geselligen Runden versuchen eine Stimme herauszufiltern und nach 45 Minuten mit dicken brummschädel freiwillig die Hörgeräte auszuschalten oder Gar Musik Hören zu wollen oder TV geht nur mit Zubehör das auch noch extra etwas Kostet. Die Fernbedienung hatte natürlich kein Display, wozu auch Wissen im welchem Menü es geschaltet ist. Wer ausprobiert der wird es schon merken, oder das Batterien mal eben schnell in 48 Minuten aufgebraucht sind. Zumindest wenn man wie ich die Hörgeräte auf volle Power stellen muss um einigermaßen angenehm noch etwas zu hören.
So lange man in Arbeit ist udn der verdienst stimmt, kein Problem. Ist dieses aber nicht der Fall, beginnt das spiel zwischen einsparen bis hin zur völligen Aufgabe. Kinobesuche werden zu einem erlebnis bis man eines gefunden hat das klein und laut genug ist um dennoch etwas verstehen zu können.
Rund um ist das Leben eher ein überleben u.v.m.

Dieses Jahr vor wenigen Tagen war es dann soweit. Eigentlich nur eine Informationsbesprechung für ein eventuelles CI Implantat. Daraus folgte:
Ich darf im April diesen Jahres mich ersteinmal Operieren lassen um die derzeitige Mittelohrentzündung zu bekämpfen.
Tests: Rechts in jedem Falle ein CI Implantat nötig, das aber erst aufgrund
für die Operation dieses Jahr im nächsten Jahr bei einer folge OP in frage kommt. Einen riesen Stapel Unterlagen zu Informationszwecken über ein CI System und dessen Vorteile.
Ich habe diesen Mega Stapel gelesen und bin letztlich fast genau so schlau wie vorher.
Es gibt verschiedene Arten was ja toll ist, bis ich aber ersteinmal weiß welche Art für mich Sinn macht ist das eigentlich nur mal ein Überblick.
Einige Probleme die man mit Hörgeräten so hat scheinen ja lösbar zu sein, wenn aber liest Zubehör das man von Hörgeräten ja auch kennt, kommt einem sofort der gedanke, Oha extrakosten in den Sinn. Kosten sind hierbei letztlich sowieso eine der Hauptentscheidungskriterien. Bei meinem jetzigen Stand Hartz 4 Empfänger wird das so wie ich es bisher gelesen habe also eher alles beim alten bleiben und maximal die Hörverbesserung durch das Implantat dann später da sein. Wobei mir hier auch immer noch nicht schlüssig ist wie das Implantat mein Hörvermögen steigern soll wenn dies jetzt schon mit dem Hörgerät rechts auf 35% nur noch liegt. Hier müsste ja die Leistung der CI Implantate eine deutlich höhere sein. letztlich stellt sich daher die Frage was ist dann die eigentlich Grundausstattung. Für was müsste ggf. extra bezahlt werden, und vor allem was übernimmt davon wirklich die Krankenkasse ?

Kommentare

  • Hallo,
    ich kann dir zwar nicht viel sagen, da ich auch erst am Anfang stehe - Erstgespräch gemeistert und der nächst Termin für Untersuchungen steht. Deine Sorge was das Hörvermögen angeht, kann ich dir schon nehmen. CI´s verstärken keinen Schall. Dein Hörnerv wird "elektrisch" stimuliert. Somit ist es egal, wie gut deine Haarzellen in der Schnecke funktionieren. Dein Hörnerv muss intakt sein. Wenn du aus Deutschland kommst, zahlt das CI die Krankenkasse. Batterie oder Akku wird ebenfalls von der KK gezahlt.
    Wie das mit weiteren Zubehör aussieht kann ich noch nicht sagen - da muss ich mich noch erkundigen. Dies ist aber auch wohl vom Herrsteller abhängig, was in der "Erstausstattung" enthalten ist ;)

    Ich wünsche dir viel glück auf deiner Reise....
  • Hallo,
    ich bin seid meiner Geburt taub und habe daher schon Erfahrung, was die Kostenübernahme der Ersatzteile angeht.
    Ich bin bei der Technicker Krankenkasse. SIe übernimmt die Kosten der Ersatzteile, wenn du ein Rezept hast. Dieses bekomme ich von meinem Hals- Nasen- Ohren- Arzt.
    Ob das bei allen Krankenkssen der Fall ist weiß ich leider auch nicht.


    Viel Glück weiterhin

  • Hallo Klaus

    Ich bin fast dein Jahrgang ein 79er und auch seit meiner Kindheit schwerhörig. Habe nun 2 Jahre mit der Krankenkasse wegen neuen höherwertigen Hörgeräten gekämpft und bin dabei auf CI gestoßen. Hatte auch letzten Dienstag die op.
    kann dir bis jetzt aber sagen das die Kostenübernahme durch die krankemnkasse kein Problem ist. Und laut Infos brauchst du kein Zubehör mehr groß da die Übertragung ja elektronisch geschieht.
    Wie gut ich dann damit höre kann ich dir leider erst nach der erstAnpassung berichten. Aber die op War wirklich nicht schlimm.
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